Wissenswertes
über Terracotta
 
Ton gibt es auf der ganzen Erde

Ton ist verwittertes Gestein. Durch Wasser, Hitze und Kälte, durch Druck und Bewegung wird es in immer kleinere Teile zerlegt. Ton besteht in seiner Hauptsache aus Silicium und Aluminium. Tonteilchen sind fein wie Staub, kleine Plättchen von höchstens 0,02 mm Durchmesser.

Sie werden leicht vom Wasser weggeschwemmt und an Stellen ohne Strömung abgelagert. Auf ihrer Reise mit dem Wasser vermischen sie sich mit anderen Stoffen wie Eisenoxiden, Kalk, organischen oder pflanzlichen Zerfallprodukten. Ihre Zusammensetzung und ihr Mischungsverhältnis untereinander bestimmen die Qualität des später benutzten Tones.

Tonerden von unterschiedlichen Fundorten und aus unterschiedlichen Herkunftsländern weisen daher unterschiedliche Eigenschaften auf, die zu den meist charakteristischen Formen und Eigenarten der jeweiligen Region führen.

  Wissenswertes über Terracotta
Diese sind Ausdruck der Jahrtausende alten Erfahrungen im Umgang mit dem vorgefundenen Material und lassen sich nur in den seltensten Fällen auf andere Fundorte übertragen (z.B. können nur an ganz bestimmten Orten in Italien Gefäße über 1 Meter Durchmesser gefertigt werden, an anderen Orten hält der Ton den beim Brennen entstehenden Spannungen nicht stand).
Terracotta heißt "gebackene Erde"

Während Terracotta bei 930º - 960º C gebrannt wird und bei höheren Temperaturen zerreißen würde, werden glasierte Steingutgefäße aus China und Vietnam bei 1100º C bis 1200º C gebrannt. Dabei werden die Poren des Materials stark verdichtet, und es entsteht ein außerordentlich schwerer, robuster Scherben.

Kalkmännchen, Brandrisse, Ausblühungen...

Kleine Kalkbröckchen und Steinchen gehören dazu. Sie geben dem Ton seine Festigkeit, können aber auch zu Abplatzungen an der Oberfläche führen, ohne das dies eine Qualitätsminderung bedeutet. Auch Brandrisse, die beim Trocknen des Tones vor dem Brennen entstehen, gehören zu den kleinen Unregelmäßigkeiten, die mit dem Material Ton verbunden sind, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Sie öffnen sich nicht weiter und der Klopftest zeigt sofort, dass das Gefäß intakt ist.

Craquelée-Risse und Ausbesserungen in den Glasuren sind bedingt durch die unterschiedliche Ausdehnung von Glasur und Ton und gehören zu diesem Material, ohne seinen Wert oder Nutzen zu mindern.


Terracotta Standard
ist maschinell hergestellt und aufgrung der verwendeten Tonqualität sehr porös und saugt stark Wasser auf. Durch die große Atmungsaktivität können Mineralbestandteile aus der Erde, dem Gießwasser und dem Ton an die Oberfläche transportiert werden und so zu einer Patinabildung führen.

Untersetzer sind durch Silicon wasserabweisend imprägniert. Da sich unter dem Rand am Boden Schwitzwasser bilden kann, empfehlen wir, die Teller bei Verwendung im Haus durch untergelegte Hölzchen zu belüften.

  Terracotta Standard
Durch die hohe Fähigkeit, Wasser zu speichern, sind maschinell hergestellte Gefäße grungsätzlich frostgefährdet.

Terracotta Exclusiv
wird in der italienischen Toscana in aufwendiger Handarbeit hergestellt. Dabei wird auf die Detail-Ausarbeitung von Rändern, Bordüren, Wulstauflagen und Köpfen etc. besonderer Wert gelegt. Die Oberfläche wird manuell nachgearbeitet und ist daher gleichmäßig rauh. Der verwendete Ton nimmt kaum Wasser auf. Natürliche Patina entsteht langsam und erst nach längerer Zeit.

Hier finden sich Einzel- und Serienstücke für den Liebhaber und Kenner original italienischer Terracotta. Gefäßgruppen von verschiedenen Größen, Höhen und Formen lassen sich besonders gut kombinieren.

  Terracotta Exclusiv
Bei richtiger Behandlung (siehe unteren Absatz: Wann sind Töpfe winterhart?) ist Terracotta Exclusiv winterhart.

Terracotta Impruneta
Impruneta ist ein kleines Dorf auf den toscanischen Hügeln, das für seinen einzigartigen, stark aluminium-, kupfer- und eisenoxydhaltigen Ton berühmt ist. Entsprechend hart brennen Gefäße und Figuren aus, was Sie beim Klopftest sofort hören können. Die Wasseraufnahme ist stark reduziert, sodass die Töpfe über lange Jahre äußerlich unverändert bleiben. Die natürliche, stets einzigartige Oberflächenfärbung ist Erkennungsmerkmal für diese Qualität.
  Terracotta Impruneta
Kenner der weltweiten Terracotta-Landschaft und des mediterranen, italienischen Lebensstils entscheiden sich für Terracotta aus Impruneta, wenn sie etwas Besonderes und Dauerhaftes erwerben möchten. Sie wissen auch, dass diese Gefäße wegen der schwierigen Bearbeitung des Tons -er ist sehr spröde und hart- einen höheren Preis erfordern, der in der längeren Haltbarkeit und Einzigartigkeit seinen Gegenwert findet.

Bei richtiger Behandlung (siehe unteren Absatz: Wann sind Töpfe winterhart?) ist Terracotta aus Impruneta winterhart.


Terracotta Piazza
Diese handgemachten italienischen Töpfe, Schalen, Figuren, Ornamente, Säulen und Dekoartikel haben einen besonderen mediterranen Charme. Das Sortiment reizt durch Formenvielfalt und lebhafte Oberflächenfärbung, die eben nur bei typischer Handfertigung möglich sind.

Der verwendete Ton ist hochwertiger als bei Standardware, dafür sind die Preise durchaus erschwinglich. Durch Atmungsaktivität kann es zu Ausblühungen kommen und eine Frostgefährdung ist möglich.

  Terracotta Piazza

ThaiCotta
Handgedrehte Gefäße aus Terracotta werden in Thailand meist in unverzierter Krukenform hergestellt. Die relativ dünnwandigen, atmungsaktiven Gefäße zeichnen sich durch ihren rustikalen Charakter aus, dem die Herstellung per Hand auch dann noch gut zu Gesicht steht, wenn Mineralien an seiner Oberfläche eine Patina bilden.

Wegen ihrer Porösität und der Dünnwandigkeit sollten diese Gefäße im Winter frostfrei gelagert werden.

  ThaiCotta

Terracotta Camargue
Dieses sehr umfangreiche, unter dem Namen Camargue zusammengefaßte Sortiment wird in Handarbeit in Asien hergestellt. Es umfaßt eine Vielfalt an Töpfen, Vasen, Säulen, Schalen und Objekten. Das Design ist überwiegend modern schlicht und geradlinig. Wesentliches Merkmal ist die ausdrucksstarke Patina auf der rauhen Oberfläche und die gelblich-weiße bis rötliche Färbung des dicken und robusten Scherbens.

Bei richtiger Behandlung (siehe unteren Absatz: Wann sind Töpfe winterhart?) ist Terracotta Camargue winterhart.

  Terracotta Camargue

Pflanzengefäße aus Vietnam
mit ihrer edlen, königsblauen und grünen Glasur sind in ihrer Formgebung betont schlicht und modern. Der feste, dicke Scherben wird bei 1250º C gebrannt und nimmt daher kein Wasser auf. Diese Gefäße eignen sich besonders als architektonisches Stilmittel bei der Inneneinrichtung.

Bei richtiger Behandlung (siehe unteren Absatz: Wann sind Töpfe winterhart?) sind diese Gefäße winterhart.

  Pflanzengefäße aus Vietnam

Dunkelbraune Gefäße aus Thailand
entspringen der alten asiatischen Töpfertradition. Sie sind handgedreht und betont rustikal, ihre dunkelbraune Oberfläche paßt sich überall der Natur an.

Bei richtiger Behandlung (siehe unteren Absatz: Wann sind Töpfe winterhart?) sind diese Gefäße winterhart.

  Dunkelbraune Gefäße aus Thailand

Jun-Gefäße aus China
sind extrem hart gebrannt (bei 1200º C) und mit der blauen, edlen Jun-Glasur (Übersetzt: Der blaue Himmel nach dem Regen) versehen. Sie sind zurückhaltend und edel, ihre Form stets schlicht und elegant.

Diese Gefäße eignen sich besonders für publikumswirksame Begrünungen und sind ein dauerhafter Schmuck in Haus und Garten. Ihre schwere, harte Qualität widersteht bei gewährleistetem Wasserablauf (siehe unteren Absatz: Wann sind Töpfe winterhart?) auch strengen Wintern unserer Breitengrade.

  Jun-Gefäße aus China

AntiquaCast
Nicht überall eignen sich die natürlichen, schweren Tongefäe für einen Einsatz auf leichten Balkonen oder in der öffentlichen Begrünung.

Daher wurde ein Kunststoffmaterial entwickelt, das äußerlich selbst in unmittelbarem Vergleich nicht von echter Terracotta zu unterscheiden ist. Diese Gefäße sind federleicht, bruchsicher, UV-beständig und frostfest.

  AntiquaCast

Wann sind Töpfe winterhart?

Gefrierendes Wasser sprengt mit seiner Ausdehnung selbst Stahl, Asphalt und Felsen. 100 % frostfeste Pflanzgefäße kann es daher nicht geben. Dennoch: mit sinnvoller Behandlung kann man einiges erreichen.

So ist immer der im Topf enthaltene Wasseranteil entscheidend für die Haltbarkeit. Maschinell hergestellte Töpfe saugen sich aufgrung des anders aufgearbeiteten Tones sehr stark mit Wasser voll, sodass sie den Winter nur bei frostfreiem Standort überdauern.

Auch Terracotta aus China, Thailand oder im Sortiment Piazza ist aufgrund der verwendeten Tonqualität und der nicht immer genau zu kontrollierenden Brenntemperatur möglichst frostfrei zu überwintern.

Die Poren von handgearbeiteten Gefäßen bei Terracotta Exclusiv oder aus Impruneta hingegen nehmen viel weniger Wasser auf. Wenn man dann noch für einen zuverlässigen Ablauf des im Topf angesammelten Wassers sorgt, kann dem Gefäß praktisch nichts mehr passieren.

Dazu ist hilfreich:

 Gefäße mir nach oben weiter werdender Öffnung sind sichewrer als solche mit sich parallel gegenüber stehenden Seiten, da sich die gefroreneErde nach oben ausdehnen kann.

 Das Loch im Topfboden sollte durch Scherben und Kiesauffüllung als Drainageschicht so abgedeckt werden, dass es sich nicht zusetzen kann.

 Sandige Erde hilft dem schnellen Abfluß, lehmige, stockende Erde hingegen hält des Wasser zurück.

 Stellen Sie das Gefäß auf Füße, damit der Abfluß gewährleistet ist und der Topf nicht im Schneematsch steht.

 Entfernen Sie aufliegenden Schnee vor dem Tauwetter.

 Durch Abdeckung mit Folie können Sie das Gefäß vor Nässe schützen.

 Setzen Sie das Gefäß nicht der direkten Sonnenbestrahlung aus, sonst taut es am Tage an der Oberfläche und der Ton saugt sich richtig voll. Da das Wasser durch das noch gefrorende Innere nicht ablaufen kann, gefriert es in der Nacht erneut und kann dann zu Schäden führen.

 Auch hilft es, das Gefäß unter eine überdachte Veranda oder ähnliches zu stellen.

 AntiquaCast-Gefäße aus Kunststoff sind elastisch und das Material nimmt kein Wasser auf Diese Kübel sind daher nicht gefährdet.


Tipps...

Wässern Sie die Gefäße vor einer ersten Bepflanzung, damit die vom Pflanztopf aufgenommene Feuchtigkeit nicht dem Erdreich entzogen wird.

Ausgeblühte leere Gefäße lassen sich nach einem mehrtägigen Bad im Gartenteich leicht abbürsten und sehen dann wieder wie neu aus. Stellen Sie im Freien die Töpfe auf Füße, damit das überschüssige Gießwasser ungehindert ablaufen kann und Kleintiere wie Kellerasseln, Tausendfüßler etc. sich nicht unter dem Topfboden ansammeln können.